Projektbeschreibung
project project project

Worum geht es in diesem Projekt?

Der deutsche Wiederbelebungsrat hat eine KIDS SAVE LIVES Kampagne ins Leben gerufen, um die Wiederbelebungsausbildung in unseren Schulen zu fördern um damit langfristig Leben zu retten.

Was bewegt das Projekt in der Region?

Fakten zur Wiederbelebung:
In Deutschland erleiden 50.000 Menschen deutschlandweit jedes Jahr außerhalb eines Krankenhauses einen plötzlichen Herzstillstand. Bereits 3 - 5 Minuten nach dem plötzlichen Herzstillstand wird das Gehirn dauerhaft geschädigt. 8 Minuten braucht der Rettungswagen im Durchschnitt zum Patienten. Nur 37 % der Laien helfen in Deutschland mit der Durchführung von Wiederbelebungsmaßnahmen. Zum Vergleich: In den Niederlanden liegt die Quote bei über 70 %. Damit verbessern Sie das Überleben um den Faktor 2 - 4!

Wann ist der ideale Zeitpunkt Wiederbelebungsmaßnahmen zur erlernen?
Wenn Menschen bereits als Kinder lernen, die Maßnahmen der Wiederbelebung zu beherrschen, wird langfristig der Anteil an geschulten Personen der Gesellschaft steigen, die im Notfall bereit und Willens sind, effektiv zu helfen. Erfolgreiche Projekte u.a. in Skandinavien zeigen, dass die Ausbildung von Schülerinnen und Schülern auch deshalb eine sinnvolle Möglichkeit darstellt, die Quoten der Laienreanimation zu erhöhen, weil Schüler über Jahre wiederholt und sinnvoll aufbauend instruiert werden können. Zudem ist es wissenschaftlich gut belegt, dass Kinder vor der Pubertät geringere Hemmungen gegenüber der Anwendung von Erster Hilfe aufweisen. Ein Laienreanimationstraining an Schulen lässt sich, angepasst an das Alter der Kinder, effektiv und mit wenig Aufwand einführen: Der deutsche Wiederbelebungsrat hat bereits im Jahr 2012 dieses umfassende Ausbildungskonzept für den Reanimationsunterricht in Schulen veröffentlicht.

So empfiehlt der deutsche Wiederbelebungsrat zwei Stunden jährliches Wiederbelebungstraining ab dem 12. Lebensjahr in allen Schulen weltweit. In diesem Alter reagieren Kinder besser auf Anweisungen und lernen viel leichter anderen zu helfen. Ein Beginn in jüngeren Jahren bedeutet auch, dass Wiederbelebung wie Schwimmen oder Fahrradfahren ist: Kinder werden dann nicht mehr vergessen wie man ein Leben rettet. Kenntnisse und Fähigkeiten in der Durchführung der Wiederbelebung können außerdem verbreitet werden, in dem die Kinder auch ihre Familie und ihre Freunde ausbilden.

Gibt es dafür bereits rechtliche Grundlagen in Deutschland?
Seit dem Jahr 2014 gibt es einen Beschluss, das Wiederbelebungs­training deutschlandweit ab Klasse 7 in allen Schulen einzuführen. In der 395. Sitzung des Schulaus­schusses der Kultus­minister­konferenz wurde am 6. Juni 2014 in Düsseldorf die Einführung von Modulen zum Thema „Wiederbelebung“ im Umfang von zwei Unterrichtsstunden pro Jahr ab Jahrgangsstufe 7 befürwortet. Lehrkräfte sollen entsprechend geschult werden, um den Unterricht zu übernehmen. Der deutsche Wiederbelebungsrat hat bereits im Jahr 2013 ein Ausbildungskonzept für den Reanimations­unterricht in Schulen bundesweit konsentiert, das jetzt flächendeckend genutzt und umgesetzt werden kann. Der Umsetzungsstand in den Bundesländern ist derzeit noch sehr unterschiedlich und keineswegs flächendeckend. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterstützt seit dem Jahr 2015 die internationale Initiative „KIDS SAVE LIVES“.

Warum der Verein "Kids Save Lives Chiemgau e.V."?
Da der Wiederbelebungsunterricht hier in Bayern eben nur auf freiwilliger Basis verankert ist und es an Tutoren an den Schulen mangelt, haben wir den Verein "Kids Save Lives Chiemgau e.V." gegründet. Unsere Aufgabe ist die Förderung von Schul-, Volks- und Berufsbildung mit Schulung der Sozialverantwortung und der nach erfolgter Anleitung selbstständigen Ausführung von Wiederbelebungsmaßnahmen zur Verbesserung der Überlebenswahrscheinlichkeit von Patienten mit plötzlichem Herztod hier im Chiemgau. Jede Schule kann mit uns Kontakt aufnehmen und den Wiederbelebungsunterricht nach den Richtlinien der Kultusministerkonferenz und des deutschen Wiederbelebungsrats in Ihrer Schule etablieren. Hierfür stellen wir kostenfrei ausgebildete Tutoren samt Wiederbelebungssimulatoren für die Zeit des Unterrichts. Alle Schüler bekommen nach Absolvierung der 2 Schulstunden und einer absolvierten "Hausaufgabe" ein Zertifikat und werden ganz nebenbei zum Lebensretter. Gestartet wird in jeder Schule mit der 7. Klasse sowie der jeweiligen Abschlussklasse. Zudem sollen die dortig tätigen Pädagogen in die Lage versetzt werden, die Klassen zwischen der 7. und der Abschlussklasse in Eigenregie weiter jährlich im Reanimationsunterricht auszubilden. Hierfür werden von uns die Reanimationssimulatoren selbstverständlich ebenfalls kostenlos den Pädagogen zur Verfügung gestellt.

Warum sollte dieses Projekt unterstützt werden?

Durch die deutschlandweite "Kids Save Lives"-Initiative können wir helfen, die Überlebensrate der Menschen mit plötzlichem Herkreislauf-Stillstand um den Faktor 2 - 4 zu steigern. Wir können einfach jedes Jahr weltweit 300.000 zusätzlich retten, fast 1.000 jeden Tag, und nahezu ein Leben jede Minute.

Wie wird das Projekt umgesetzt?

Für die Unterrichtsdurchführung benötigen wir zu Beginn das Equipment, welches sich für eine nachhaltige Ausbildung wie folgt zusammenstellt:

1. Simulatoren zur praktischen Ausbildung der Wiederbelebung: mindestens 2010 €
2. Laptop/Beamer/Unterrichtsmaterialen: 900 €

Selbstverständlich unterliegt das Equipment dem regelhaften Verschleiß, so dass im weiteren jährlichen Verlauf die Anschaffung neuer Simulatoren notwendig werden wird.

Zudem habe wir auch jährliche laufende Kosten zu decken:
1. Dienstauto zur Durchführung des Unterrichts in den Schulen vor Ort in einer vertrauten Umgebung und gleichzeitig Lagerraum der Simulatoren sowie Unterrichtsmaterialen: mindestens 1500€ pro Jahr
2. Vereinsversicherungen

Wer steht hinter diesem Projekt?

Der Verein "Kids Save Lives Chiemgau e.V." ist beim Amtsgericht Traunstein unter der Vereinsregister-Nummer VerR 201968 geführt. Unsere Aufgabe ist die Förderung von Schul-, Volks- und Berufsbildung mit Schulung der Sozialverantwortung und der nach erfolgter Anleitung selbstständigen Ausführung von Wiederbelebungsmaßnahmen zur Verbesserung der Überlebenswahrscheinlichkeit von Patienten mit plötzlichem Herztod hier im Chiemgau. Die Einhaltung der satzungsmäßigen Vorraussetzungen nach den §§ 51,59, 60 und 61 AO wurde vom Finanzamt Traunstein mit der StNr. 163/109/50339 mit Bescheid vom 09.08.2018 nach § 60 AO gesondert festgestellt. Die Spenden sind somit steuerlich geltend zu machen.

Als Tutoren stehen hier approbierte Ärzte sowie Medizinstudenten nach Absolvierung des universitäts- bzw. ausbildungsentsprechenden Basic-Life-Support (BLS) Kurses, Krankenpfleger, Rettungssanitäter, Notfallsanitäter und andere Mitglieder einer Hilfsorganisation wie beispielsweise Bergwacht, DRK, THW, Feuerwehr, Malteser, Arbeiter-Samariter-Bund, etc. mit abgeschlossener Ausbildung. Zudem wird unser Team von ausgebildeten Pädagogen mit erfolgreicher Absolvierung eines zertifizierten BLS-Kurses (z.B. der American Heart Association) unterstützt.

 

Schreiben Sie einen Kommentar:

Damit Sie ein Projekt kommentieren können, müssen Sie sich einloggen oder registrieren.


profile

Sehr geehrte Unterstützer und Interessierte, leider haben wir hier nur 25€ gespendet bekommen, aber wir haben unseren Zielbetrag trotzdem erreichen können. Trotzdem werden wir im Falle einer mehr

Unterstützer:

  • profile

    Anonym

    € 25.00
1 Unterstützer
25 € von 4.750 €
0%
Beendet
EUR
Projekt jetzt unterstützen!
Dieses Projekt endet am 29.10.2018 um 23:59 Uhr.
Spendenbescheinigung möglich

Spendenprojekt

Was bedeutet das?

Projektträger

Kategorie