Projektbeschreibung
project
project

Worum geht es in diesem Projekt?

Erfassung der Kreuzkräuter (vor allem Jakobs- und Wasser-Kreuzkraut, aber auch Alpen-Kreuzkraut) in den Mitgliedsgemeinden des Ökomodells Achental

Was bewegt das Projekt in der Region?

Anlass:
Kreuzkräuter oder auch Greiskräuter genannt, zählen in der Grünlandbewirtschaftung zu den problematischen Arten. Kreuzkräuter wie das Jakobs-Kreuzkraut (Senecio ja-cobaea) und seine ebenfalls im Grünland vorkommenden Verwandten Wasser-Kreuz-kraut (Senecio aquaticus) und Alpen-Kreuzkraut (Senecio alpinus) enthalten höhere Konzentrationen an hoch giftigen Pyrrolizidin-Alkaloiden. Diese Stoffe sind besonders für Pferde und Rinder sehr giftig. Die Kreuzkräuter sind in allen Entwicklungsstadien und besonders in der Blüte giftig. Die Toxine werden bei der Heutrocknung oder in der Grassilage kaum abgebaut. Während Weidetiere die Pflanzen aufgrund ihres Geruchs oftmals verschmähen, ist die Aufnahme als Heu oder Silage wenig eingeschränkt.

Die verschiedenen Kreuzkräuter decken eine große Bandbreite an Grünlandstandor-ten ab. Das Jakobs-Kreuzkraut ist besonders auf nährstoffärmeren und trockeneren Wiesen und Weiden zu finden. Wasser-Kreuzkraut tritt dagegen auf frischem und feuchtem Grünland auf. Alpen-Kreuzkraut ist an nährstoffreiche Hochlagen bis über 2.000 Meter Meereshöhe angepasst. Die Pflanzen bilden eine große Anzahl an flug-fähigen und ausdauernden Samen. Damit werden offene Böden und lückiges Grünland besiedelt. Typische Befallsflächen sind extensive und wenig gepflegte Weideflächen sowie lückige und konkurrenzschwache Wiesen. Außerdem ist es auf Stillle-gungsflächen, Böschungen, Straßenrändern und Ödland zu finden. Wasser-Kreuz-kraut ist eine typische Pflanze auf frischen bis feuchten Wiesen.
Beim Wasser-Kreuzkraut wurde in den letzten Jahren in Bayern vom Allgäu bis in den Bayerischen Wald eine auffällige Ausbreitung beobachtet. Und zuletzt konnte in den vergangenen Jahren im Spätsommer bis zum Vegetationsende eine auffällige gelbe Blütenpracht an vielen Straßenrändern und Autobahngrünstreifen (z.B. entlang der A8 München-Salzburg) beobachtet werden. Hierbei handelt es sich um das Schmalblätt-rige Kreuzkraut (Senecio inaequidens), ein Neophyt, der im Verdacht steht auch auf Wirtschaftsgrünland vordringen zu können und damit das Risiko durch Kreuzkraut-Giftpflanzen noch weiter zu verstärken.

Auch im Achental kommen die genannten Kreuzkräuter zunehmend in den Wiesen vor. Daher wurden 2018 vom Ökomodell Achental fünf Informationsveranstaltungen zu diesem Thema organisiert. Als nächster Schritt ist die Erfassung problematischer Kreuzkräuter in den neun Mitgliedsgemeinden des Ökomodell Achentals geplant.

Ziel:
Abschlussbericht und Auswertung mit ausführlicher Darstellung der vorkommenden Kreuzkräuter und daraus abgeleitet, die erforderlichen Pflegemaßnahmen

Warum sollte dieses Projekt unterstützt werden?

Wir wollen sowohl die Landwirtschaft als auch den Naturschutz unterstützen. Um eine Grundlage zu erhalten, wie sich welche Arten der Kreuzkräuter im Achental ausbreiten muss eine fundierte Grundlage erstellt werden. Dafür würden wir gerne einen regionalen Biologen beauftragen, in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft, eine Kartierung vorzunehmen.

Wie wird das Projekt umgesetzt?

- Vorbereitende Arbeiten (Auswertung vorhandener Unterlagen; Abstimmungsgespräche mit dem Ökomodell Achental und Landwirten)
- Geländebegehungen in der Vegetationsperiode 2019/20 und Erfassung vorkommender Kreuzkräuter
- Erstellung einer Fotodokumentation
- Abschlussbericht und Auswertung mit ausführlicher Darstellung der vorkommenden Kreuzkräuter und daraus abgeleitet, die erforderlichen Pflegemaßnahmen
- Abschlussbesprechung

Wer steht hinter diesem Projekt?

Die Förderstiftung Ökomodell Achental unterstützt Umweltprojekte im Achental. Sie verfolgt rein gemeinnützige Zwecke. Ihre Ziele sind die Förderung von Natur- und Umweltschutz, die Unterstützung der Landschaftspflege und die Pflege örtlicher Denkmäler.

 

Schreiben Sie einen Kommentar:

Damit Sie ein Projekt kommentieren können, müssen Sie sich einloggen oder registrieren.


Unterstützer:

0 Unterstützer
0 € von 3.000 €
0%
Beendet
EUR
Projekt jetzt unterstützen!
Dieses Projekt endet am 01.08.2019 um 23:59 Uhr.
Spendenbescheinigung möglich

Spendenprojekt

Was bedeutet das?

Projektträger

Kategorie

Das kann Ihr Beitrag bewegen

  • Unterstützen Sie mit 55 €.

    Geländebegehung Talraum 1h

    Jetzt unterstützen
  • Unterstützen Sie mit 100 €.

    Geländebegehung Bergraum 2h

    Jetzt unterstützen