Projektbeschreibung
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Worum geht es in diesem Projekt?

Das Projekt Mach dich Stark - Kendine Güc Ver ist eine internationale Jugendbegegnung zwischen 10 jungen Menschen aus der Türkei (Diyarbakir) und 10 jungen Menschen aus Deutschland (Bremen).

Was bewegt das Projekt in der Region?

Ziel ist es die jungen Menschen zu motivieren sich mit ihrer Zukunft auseinanderzusetzen und darüber nachzudenken, welche Perspektiven sie sich über die bestehenden Bildungsangebote erarbeiten wollen. Sie werden an ihrer Selbst- und Fremdwahrnehmung sowie an ihrer Selbstwirksamkeit arbeiten und sich mit ihren Prioritäten auseinandersetzen können. Zudem erlernen sie ihre Sichtweisen und Ideen auszudrücken. Als diese Fähigkeiten sind ebenfalls darauf ausgerichtet ihnen den Berufseinstieg zu erleichtern. Weiterhin ist es wichtig einen Dialog über Toleranz und die gemeinsame Werte anzustoßen. Sowohl in Bezug auf Deutschland und die Türkei als auch darüber hinaus. Die Betrachtung der Gesamtgesellschaft sowie ein friedliches Zusammenleben sind ein wichtiger Teil der Gespräche. Die jungen Menschen setzen sich mit ihrer eigenen Biografie auseinander und erfahren durch Austausch viel über die Lebenswelten der andern Teilnehmenden. Dies fördert weiterhin ihre soziale Teilhabe. Die TN in ihrer Demokratiefähigkeit zu befördern, ist ein weiteres Anliegen. Sie werden laufend in den Prozess der Programmgestaltung mit einbezogen und angeregt, eigene Grenzen, Wünsche sowie lösungsorientierte Kritik zu äußern. Der Hauptfokus liegt auf der Erarbeitung von Wünschen und Stärken in Workshops, zudem geht es um die unterschiedlichen Bildungssysteme beider Länder und die Angebote der Sozialen Arbeit in Bezug auf Berufsfindung. Hierbei wird besonders auf die Verwendung neuer Medien gesetzt und weiterhin viel in Kleingruppen gearbeitet. Zudem üben die jungen Menschen das Präsentieren ihrer Ergebnisse vor der Gesamtgruppe. Weiterhin werden zwei Hochschulen, die Jugendberufsagentur in Bremen sowie die Yenişakran Belediyesi besucht. So lernen die jungen Menschen weitere Institutionen kennen, welche wichtig für unsere Gesellschaft und unsere Bildung sind. Ziel ist es, den einzelnen Jugendlichen zu fördern (Mut, Willensstärke, Selbstvertrauen und Vertrauen in Andere, lösungsorientiertes Denken) und ihnen zu helfen, sich positiv in einem sozialen Gefüge zu verankern (Empathie, Wohlwollen, Teilen können, Gesprächsbereitschaft auch bei Konflikten, Kommunikationsfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein). Dies sind Kompetenzen, die ihnen und unserer Gesellschaft, als ein zusammenhängendes demokratisches System, zugutekommen werden. Weiterhin können die TN als MultiplikatorInnen ihre Erfahrungen mit anderen teilen und andere für eine Auslandserfahrung motivieren. Wir erwarten dass sich nachhaltige Freundschaften herausbilden, die weitere Besuche eröffnen. Die dauerhafte Kontaktpflege könnte über soziale Medien erfolgen. Langfristige Auswirkungen sind die ganzheitlichen, z. T. auch lebensprägenden Bildungseindrücke dieser Erlebnisse.

Warum sollte dieses Projekt unterstützt werden?

Das Projekt trägt dazu bei, dass junge Menschen aus Deutschland und der Türkei zusammenkommen und sich über ihre Zukunftsvorstellungen austauschen. Sie erarbeiten ihre Wünsche und Stärken gemeinsam mit der Gruppe. Sie werden selbstbewusster und eröffnen sich durch die Mobilität eine neue größere Welt. Die Auslandserfahrungen kommen ihnen, unterstützt durch das Thema, beim Einstieg ins Berufsleben zugute. Jugendarbeitslosigkeit und die verschiedenen Bildungssysteme sind neben persönlichen Hindernissen und Problemen große thematische Bestandteile des Projektes. Es ist uns ein Anliegen den jungen Menschen die Möglichkeit zu geben sich selbst besser bzw. auf eine andere Art und Weise kennen zu lernen als in ihrem täglichen Umfeld. Die Mobilität trägt dazu bei, dass sie ihre Rolle in einer neuen Gruppe und Umgebung neu definieren. Daher können sie den sozialen oder ökonomischen Druck an ihren Zukunftsvorstellungen arbeiten und die Möglichkeit von weiteren Auslandsaufenthalten oder sogar den internationalen Arbeitsmarkt für sich entdecken. Es treffen zwei Gruppen in zwei Jugendbegegnungen aufeinander. Eine Gruppe aus Bremen (Deutschland) mit 10 Teilnehmenden sowie eine Gruppe aus Diyarbakir (Türkei) mit ebenfalls 10 Teilnehmenden im Alter zwischen 15 und 26 Jahren. In beiden Gruppen sind TN aus finanziell schwachen Verhältnissen vertreten. Daher finanziert sich das Projekt mit einem geringen Eigenanteil der Jugendlichen. Zudem haben viele Teilnehmende ihre Heimatstadt noch nie verlassen und somit ermöglichen wir Ihnen eine Auslandsreise und auch eine Reise innerhalb ihres Landes (die Gruppe aus Diyarbakir reist für das zweite Treffen nach Izmir). Für die Bremer Gruppe (aus den Stadtteilen Osterholz und Hemelingen) ist schon eine Reise in das LidiceHaus (Neustadt) eine weite Reise, da viele von ihnen auch innerhalb Bremens nicht mobil sind. Weiterhin beantragen wir gemeinsam mit ihnen Pässe, was ihnen auch das zukünftige Reisen ermöglicht. Die Gruppen weisen eine hohe Diversität in Bezug auf Alter, Geschlecht, Herkunft, Aufenthaltsstatus und Beeinträchtigungen (jeglicher Art) auf. Diese Heterogenität bildet die junge Gesellschaft ab und bringt Herausforderungen aber genauso viele positive Aspekte für den Austausch mit. Alle zeigen eine sehr hohe Motivation, sich auf neue Erfahrungen einzulassen und ihre Horizonte zu erweitern. Die Programme der Jugendbegegnungen bieten den TN viel Abwechslung. Zu Beginn werden interkulturelle Kennenlernspiele und Sprachanimation für einen lockeren und spielerischen Zugang zueinander sorgen. Zudem werden die Jugendlichen ihre eigenen Städte /Länder vertieft kennenlernen, u.a. durch Stadtspaziergänge und Besuche historischer Orte. Die TN werden viel unterwegs sein. Für Spaß und positive Gruppendynamik sorgen dabei auch erlebnispädagogische Spiele und Übungen.

Wie wird das Projekt umgesetzt?

Das Projekt realisieren wir in zwei Begegnungen (á 9 Tage). Die erste Begegnung findet Anfang August in Bremen statt. Hierzu reist die türkische Gruppe nach Deutschland und die Gesamtgruppe verbringt die Zeit gemeinsam im Lidice Haus. Während dieser 9 Tage sind gemeinsame Aktivitäten, Ausflüge und Workshops zur Visions- und Stärkenfindung geplant. Hierbei konnten die Teilnehmenden mitentscheiden. So haben wir zum Beispiel vor gemeinsam ans Wattenmeer zu fahren. Dies kennen viele der Bremer Jugendlichen noch nicht, sowie alle Teilnehmenden aus der türkischen Gruppe. Es geht uns vor allem darum, dass die Jugendlichen sich außerhalb ihrer alltäglichen Umgebung kennen lernen. Die Rückbegegnung findet in den Herbstferien, im Oktober statt. Hierzu reist die deutsche Gruppe in die Türkei. Zunächst nach Izmir, dann in die Jugendbildungsstätte Afacan in Yenisakran. Auch hier sind Ausflüge und Workshops geplant. Diesmal zielen die Workshops auf die Bildungssysteme beider Länder ab und die Möglichkeiten, die die Teilnehmenden in ihren Heimatländern schulisch und außerschulisch haben. Zudem richten wir auch den Blick auf internationale Möglichkeiten des Berufseinstiegs oder der Weiterbildung. Während der zweiten Begegnung werden also die Ergebnisse der Ersten und der Zweiten zusammengeführt und für die Teilnehmenden entsteht ein Bild bzw. eine mögliche Vorstellung, welche Schritte sie als nächstes gehen möchten. Die Gelder möchten wir dazu verwenden einen Teil der Visa-, Pass-, Reise- und Unterbringungs- sowie die Programmkosten zu decken. Falls wir das Spendenziel nicht erreichen, könnte es sein, dass das Projekt nicht die kompletten Möglichkeiten ausschöpfen kann. Zum Beispiel müssen dann Ausflüge gestrichen werden und im schlimmsten Fall müssen die Teilnehmenden einen höheren Eigenanteil zahlen, wodurch viele sich die Reise nicht mehr leisten könnten. Besonders die Flüge aus Diyarbakir nach Bremen sind meist sehr teuer und für die Gruppe besonders anstrengend. Viele leben nicht in Diyarbakir selbst sondern in Ergani und benötigen daher einen Transfer zum Flughafen. Meist sind die Flüge nach Bremen direkt so teuer, dass sie nach Hannover oder Hamburg fliegen müssen und von dort ebenfalls nach Bremen gelangen müssen. An der Realisierung sind 5 Fachkräfte der beiden kooperierenden Träger beteiligt, sie bereiten die Jugendbegegnung auf zwei gemeinsamen Vorbereitungstreffen und gemeinsam mit den Gruppen in den Heimatländern vor. Hier fließt viel freiwilliges Engagement seitens der Fachkräfte und der Jugendlichen ins Projekt. Am zusätzlichen Fundraising beteiligen sich auch die die Teilnehmenden (zum Beispiel durch einen Antrag bei Jugendbeirat Osterholz).

Wer steht hinter diesem Projekt?

Die St. Petri Kinder- und Jugendhilfe gGmbH, ein Jugendhilfeträger mit verschiedenen Jugendhilfeangeboten gemäß SGB VIII. Dieser ist überwiegend im Bremer Osten tätig und Mitglied im Diakonischen Werk. In der Trägerschaft von St. Petri befindet sich das Projekt Jugend stärken im Quartier, mit dem diese Jugendbegegnung umgesetzt wird. Ein Schwerpunkt des Projektes ist der Übergang zwischen Schule und Beruf unter Einbeziehung, mit Fokus auf benachteiligte Jugendliche. Der Stadtteil Osterholz, in dem der Träger größtenteils angesiedelt ist, zeichnet sich durch einen großen Anteil von in Armut lebenden Familien aus. Auch der Anteil der Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund ist hoch.

Der Verein in Diyarbakir hat das Ziel, jungen Menschen aus Diyarbakir eine Vielfalt von kulturellen Aktivitäten in und um Diyarbakir anzubieten. Zielgruppen sind in erster Linie benachteiligte Kinder und Jugendliche. Mit diesen Aktivitäten möchte der Verein Kindern und Jugendlichen auf lokaler, nationaler und auf internationaler Ebene Möglichkeiten zur Entfaltung ihrer Persönlichkeiten bieten und ihnen eine kunst- und kulturbewusste Lebensart vermitteln. Seit der Gründung des Vereins stellen Sie für Kinder und Jugendliche verschiedene kulturelle Angebote wie z.B. Videos/Filme drehen und schneiden oder Straßentheater in Diyarbakir zur Verfügung.

Gemeinsam stellen beide Träger diese Jugendbegegnung auf die Beine und hoffen auf Unterstützung bei diesem Vorhaben.

 

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Dieses Projekt endet am 21.09.2019 um 23:59 Uhr.
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